Tipps und Besonderheiten beim Springen mit Softkites/Matten

 

Softkites sind die perfekte Ergänzung zu Tube Kites im normalen Quiver. Vor allem bei wenig Wind spielen sie ihre Stärke aus und liefern eine Hangtime, die im Vergleich zu jedem Tube Kite begeistert. Kein Wunder, dass immer mehr Kitesurfer mindestens einen Softkite im Gepäck haben. Foilkiter, die möglichst früh aufs Wasser möchten, haben Softkites ohnehin schon lange auf dem Schirm. In unserem Kiteshop hören wir oft genau diesen Wunsch nach Leichtwind Performance und fetter Hangtime.

Wichtig vorweg. Die Grundlagen fürs Springen bleiben gleich. Leinenspannung sauber halten, mit Kante aufladen und der richtige Pop. Das funktioniert mit Softkite genauso wie mit Tube Kite. Der folgende Teil konzentriert sich nur auf die Besonderheiten von Softkites beim Absprung, in der Flugphase und vor allem beim Landeloop.

Ein einfacher Ausrüstungs Tipp bringt sofort spürbare Vorteile. Wenn es mehrere Bargrößen gibt, nimm die breitere Bar. Sie lässt den Kite schneller drehen und macht Loops kontrollierbarer. Hast du zum Beispiel die Wahl zwischen 45 und 50 Zentimetern, entscheide dich für 50 Zentimeter. Bei Kitegrößen unter zehn Quadratmetern ist der Unterschied weniger relevant. Frag im Kiteshop nach Barbreite, Leinenlänge und passendem Kitesurf Zubehör, das zu deinem Setup passt.

Jetzt zum Trim und zur Barführung. Viele Softkites sind so eingestellt, dass bei komplett herangezogener Bar der Kite im Windfenster leicht nach unten wandert. Das ist der klassische Backstall. Volles Heranziehen liefert dann nicht automatisch den meisten Lift. Achte besonders bei Heliloops darauf, wie weit du die Bar anziehst. Ziehst du zu stark, kann der Kite im Landeloop tellern und dich nicht sauber auffangen. Im schlimmsten Fall klappt eine Spitze ein. Das fühlt sich an, als würde der Kite oben schnell drehen, aber ohne echten Auftrieb. Spürst du dieses Drehen auf der Stelle, schiebe die Bar beim nächsten Versuch etwas weiter nach vorne.

Das Gegenstück dazu ist zu wenig Zug an der Bar. Dann zieht der Kite im Landeloop eher nach vorne. Das Ergebnis ist eine ungewollte Beschleunigung kurz vor dem Aufsetzen. Finde daher bewusst den Sweet Spot zwischen leichtem Anpowern und kontrolliertem Auslassen. Ein paar Versuche in moderatem Wind mit viel Platz helfen, die feine Balance zu lernen.

Der wichtigste Praxis Tipp für den Landeloop. Softkites haben größere Drehradien. Bevor du den Loop einleitest, lass den Kite ein gutes Stück weiter hinter dich wandern als du es von Tube Kites gewohnt bist. Wenn der Kite ungefähr auf zwölf Uhr steht, schiebe die Bar kurz nach vorne. So kann der Softkite sauber hinter dich wandern und hat den richtigen Anstellwinkel, um dich verlässlich zu fangen. Danach leitest du den Landeloop entschlossen ein und nimmst die Bar nur so weit heran, dass der Kite trägt, ohne zu stallen.

Fazit. Mit Softkites zu springen fühlt sich geschmeidig an und belohnt mit beeindruckender Hangtime. Mit der passenden Barbreite, sauberer Leinenspannung und etwas Feingefühl an der Bar werden Heliloops und Landeloops schnell kontrollierbar. Wenn du dir unsicher bist, ruf uns gerne an, wir beraten dich zum richtigen Softkite, zur Bar und zu sinnvollem Kitesurf Zubehör für Leichtwind Sessions. Und am Ende noch der wichtigste Tipp, habt Spaß beim Kitesurfen auch wenn etwas mal nicht sofort klappt.

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